Bestandserweiterung beim Stadtarchiv Montabaur Belletristik, Landesgeschichte, Naturkunde

Widmung Jakob Kneips an Landrat Heinrich Roth und seine Frau Gertrud Roth, geb. Ebert, auf einer Monographie; Foto: Hermann-Josef Roth

Belletristik, darunter verstand man bekanntlich die Lektüre und profunde Kenntnis der Literatur in gebildeten Kreisen der Gesellschaften des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Doch auch über diese höheren Kreise hinaus erfreute sich die Lektüre von Gedichten, Theaterstücken, wie auch Sagen und Volksweisheiten, die im weitesten Sinne zur Belletristik zählen können, einst großer Beliebtheit. Nicht wenigen bereitet ebendiese Literatur auch heute noch glückliche Stunden, wie aus Vor- und Nachlässen an das Stadtarchiv Montabaur hervorgeht. Die zentralörtliche Rolle der Stadt spiegelt sich auch darin, dass bedeutende Persönlichkeiten wie Robert Pähler (1842-1925) oder Josef Kehrein (1817-1880) hier gewirkt haben. Weiterlesen »

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Das Erbe auf dem Prüfstand Die Akten zur Geschichte der Wasserburg Veynau bei Euskirchen

Eine Collage aus Dokumenten des Konvoluts und dem Plan und Aufriss im Hintergrund [Foto: Uni Bonn, 2025]

„Ist Erben gerecht?“, wie die Wochenzeitung ‚Die Zeit‘ in ihrer 52. Ausgabe 2025 titelte, ist eine Frage, die nicht nur heute gestellt wird, sondern die sich – freilich in anderer Ausprägung – auch die adeligen Burgherren von Veynau in Spätmittelalter und Früher Neuzeit stellten. Anschaulich wird diese Auseinandersetzung durch das Aktenkonvolut zu den „Erbakten des Schlosses Veynau“[1]. Diese heterogene Sammlung wird derzeit als eine von vier exemplarischen Quellen im interdisziplinären Projekt „Lern- und archivalisches Laboratorium für Landeskunde (LarLaLand)“ der Abteilung für Geschichte der Frühen Neuzeit und Rheinische Landesgeschichte und der Arbeitsstelle für Rheinische Sprachforschung an der Universität Bonn untersucht und für die (digitale) Lehre aufbereitet. Im Folgenden soll ein Einblick in das Potenzial der Quellensammlung gegeben und erste Ergebnisse präsentiert werden. Weiterlesen »

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Der Verein für geschichtliche Landeskunde der Rheinlande (1925–2025). Entstehung – Akteure – wissenschaftliches Profil Tagungsbericht

Menschen prosten im Foyer des Tagungsorts Richtung Kamera.

Gut besuchte Tagung “Der Verein für geschichtliche Landeskunde der Rheinlande (1925–2025): Entstehung – Akteure – wissenschaftliches Profil” Bild: Karst/Stuhldreher

Am 18. März 1925 gründete ein kleiner Kreis führender Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Verwaltung im damaligen Gebäude des Instituts für geschichtliche Landeskunde (IGL) den Verein für geschichtliche Landeskunde der Rheinlande. Anlässlich des 100-jährigen Gründungsjubiläums widmete sich die von der Abteilung für Geschichte der Frühen Neuzeit und Rheinische Landesgeschichte der Universität Bonn sowie dem Verein für geschichtliche Landeskunde der Rheinlande ausgerichtete Tagung „Der Verein für geschichtliche Landeskunde der Rheinlande (1925–2025). Entstehung – Akteure – wissenschaftliches Profil“ der bislang wenig erforschten Vereinsgeschichte,[1] dem Gründungskontext sowie ausgewählten Akteur:innen. Weiterlesen »

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„Jan Wellem“ im großen Thronsaal der Münchner Residenz Beispiele aus den kurfürstlichen Sammlungen und Zeugnisse der Hofhaltung in Düsseldorf und Schloss Bensberg in München und im Münchner Umland

Statue von „Jan Wellem“ im Thronsaal des
„Festsaalbaus“ (Ausschnitt, bearb.), 1930 / 1940?, Bildarchiv Foto Marburg, Aufnahme-Nr. 27.462, © Bildarchiv Foto Marburg

Kurfürst Johann Wilhelm II. von der Pfalz (1658-1716), auch „Jan Wellem“ genannt, war in Form einer überlebensgroßen, vergoldeten Bronzestatue zwischen 1842 und 1944 knapp 102 Jahre lang im Thronsaal des „Festsaalbaus“ der Münchner Residenz präsent.[1] Bei der Auswahl von zwölf Persönlichkeiten des Hauses Wittelsbach hatte König Ludwig I. „Jan Wellem“ den Vorzug gegenüber dessen vier Jahre jüngerem Verwandten, Rivalen und politischem Gegner, dem Kurfürsten Maximilian II. Emanuel von Bayern (1662-1726) gegeben.

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Das ehemalige Parlaments- und Regierungsviertel in Bonn. Topografie einer Demokratie Von Angelika Schyma und Elke Janßen-Schnabel

Über 25 Jahre nach dem Umzug der Bundesregierung nach Berlin ist die Gestalt des ehemaligen Bonner Parlaments- und Regierungsviertels – inzwischen oder immer noch – offenbar nur wenig vertraut. Wie sonst ist es zu erklären, dass außerhalb Bonns gelegentlich angenommen wird, dort seien 1999 „die Lichter ausgegangen“, während doch viele Bundeseinrichtungen weiterhin in Bonn präsent sind und in dem Stadtteil seitdem durch Unternehmen und internationale Organisationen Tausende neue Arbeitsplätze entstanden sind? Auch wissenschaftliche Literatur zur Entwicklung des zweifellos historisch bedeutsamen Stadtteils existiert nur vergleichsweise wenige. Weiterlesen »

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