Die Entfestigung von Koblenz nach dem Ersten Weltkrieg Fortifikatorische und stadtgeschichtliche Aspekte

Am 11. November 1918 schwiegen endlich die Waffen, der Erste Weltkrieg war zu Ende. Im Zuge des Waffenstillstands wurde das Rheinland entmilitarisiert und besetzt. In die Koblenzer Zone rückten im Dezember 1918 amerikanische Truppen ein, Einquartierungen und Requisitionen für die Besatzung waren die Folge.

Koblenz durchlebte nach den entbehrungsreichen Jahren des Krieges schwierige politische und wirtschaftliche Zeiten. Hinzu kam ab 1920 die planmäßige Entfestigung der linksrheinischen Festungswerke, für die der Versailler Vertrag von 1919 die Grundlagegeschaffen hatte. Dabei war der betreffende Paragraph 180 des Vertrags zunächst eine reine Absichtserklärung. In zähen Verhandlungen konnte die deutsche Seite zwei Koblenzer Festungswerke vor der Zerstörung retten: die Feste Ehrenbreitstein und in weiten Teilen das Fort Großfürst Konstantin. Andere Werke, wie z. B. die Feste Kaiser Franz oder die Feste Kaiser Alexander, wurden weitgehend zerstört. 1922 endete die Entfestigung auf dem linken Rheinufer, im gleichen Jahr ersetzten französische Streitkräfte die Amerikaner. Es began eine schwierige Zeit, in der ab 1927 die Entfestigungsarbeiten auf der rechten Rheinseite fortgeführt wurden.

Der Vortrag beleuchtet die Geschichte der Entfestigung vor dem Hintergrund der Koblenzer Stadtgeschichte bis zum tragischen Ende der Befreiungsfeier 1930.

Dienstag, 4. Dezember 2018
18.00-19:30 Uhr (Eintritt frei)
Landeshauptarchiv Koblenz (Karmeliterstraße 1-3, 56068 Koblenz)
Referent: Herr Matthias Kellermann, Bonn

Weitere Informationen zu den öffentlichen Veranstaltungen des VGKM an jedem ersten Dienstag im Monat finden Sie unter www.landeshauptarchiv.de und www.vgkm.de [Diese Links zum Verein sind erloschen, Anm. d. Red. 12.12.2022]. Auch Nichtmitglieder sind herzlich willkommen.

 

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