Presse als historische Quelle I Pressedigitalisierung aus bibliotheks- und archivwissenschaftlicher Sicht

Abstracts zur ersten Sektion der Tagung in Bonn am 13.09.2016.

Dr. Michael Herkenhoff:

Das nordrhein-westfälische Landesprogramm zur Zeitungsdigitalsierung

Die Benutzung von Zeitungen ist bisher aufgrund der schwierigen materiellen Beschaffenheit der Originale sowie der benutzerunfreundlichen Mikrofilme nur wenig komfortabel. Die Digitalisierung von Zeitungen ermöglicht dagegen einen orts-und zeitunabhängigen Zugang, der zudem durch moderne technische Features wie zum Beispiel Zoom-, Druck- und Speicherverfahren sehr viel bequemer ist. Die ULB Bonn digitalisiert seit 2009 Zeitungen aus ihrem Pflichtexemplarbestand und stellt sie in ihren Digitalen Sammlungen online. Seit Ende 2015 bereitet die ULB zusammen mit anderen nordrhein-westfälischen Archiven und Bibliotheken ein Landesprogramms zur Zeitungsdigitalisierung vor. In einer ersten dreijährigen Projektphase sollen ein zentrales Zeitungsportal beim hbz aufgebaut und ca. 8.000.000 digitalisierte Zeitungsseiten den Nutzern zur Verfügung gestellt werden. Konzept und Zielsetzung des Landesprogramms werden in dem Vortrag erläutert.

 

Dr. Albert Eßer:

Zeitungen in nordrhein-westfälischen Kommunalarchiven Bestände, Erschließung, Verfilmung, Digitalisierung

Kommunalarchive verwahren lokale Zeitungen aus einem räumlich eng umgrenzten Zuständigkeitsbereich. Der archivische Kontext von Verwaltungsakten oder anderen Archivbeständen ermöglicht vielfach die Rekonstruktion pressegeschichtlicher Entstehungs- oder Rezeptionszusammenhänge. Lokale Zeitungen sind dabei nicht nur Quellen für die Lokalgeschichte, sondern auch für den lokalhistorischen Niederschlag allgemeinhistorischer Entwicklungen. Recherchierbar sind die in Archiven erhaltenen Zeitungen vor allem über das Landesarchivportal www. archive.nrw.de, Mikrofilme auch über die Datenbank des Mikrofilmarchivs der deutschsprachigen Presse. Die für das digitale Landeszeitungsportal geplante kartographische Anzeige von Erscheinungs-, Verbreitungs- und Aufbewahrungsorten lokaler Zeitungen soll die Verknüpfung der Presseinformationen mit anderen Archivbeständen erleichtern.

 

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Christoph Kaltscheuer

Christoph Kaltscheuer

Studierte in Bonn Mittelalterliche und Neuere Geschichte, Verfassungs-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte und Öffentliches Recht ∙ Arbeitete in verschiedenen Projekten beim Landschaftsverband Rheinland und dem Landesarchiv NRW ∙ Derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TH Köln ∙
Promoviert über Flugpublizistik zum Jülich-klevischen Erbfolgestreit.
Christoph Kaltscheuer
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http://histrhen.landesgeschichte.eu/2016/09/presse-als-historische-quelle-i/

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