Tag Archives: Mittelrhein

Der vermeintliche „Märtyrer“ Werner von Oberwesel Kult und Erinnerungskultur am Mittelrhein

Wernerkapelle in Bacharach, Foto: Annika Zöll

„Die Geschichte der Kultentstehung um den sogenannten „guten Werner“ […] ist geradezu das Paradeexempel dafür, wie im 13. Jahrhundert am Mittelrhein ein Heiliger ganz gezielt kreiert werden konnte – ein Heiliger zumal, der […] keinerlei besonderen persönliche Verdienste aufzuweisen hatte, sondern […] lediglich Gegenstand einer durchaus unheiligen, aber sehr erfolgreichen Inszenierung durch interessierte Zeitgenossen wurde.“[1]
– meinen wie Matthias Schmandt auch Annika Zöll und Hannah Judith. Im Folgenden zeichnen sie die mittelrheinische Heiligenlegende im Spannungsfeld von Kult, Politik, Rheinromantik und Erinnerungskultur nach.

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Wer räumt hier eigentlich auf? Die Folgen einer Umweltkatastrophe 1784 in St. Goar

Vortrag von Frank Deutschmann, St. Goar

1784 hatte die kleine Stadt St. Goar mit katastrophalen Hochwasserschäden zu kämpfen. Die Mischung aus verwaltungstechnischem Zuständigkeitswirrwarr und bürgerlichem Pragmatismus, mit dem dies geschah, ist schon an sich interessant genug. Weiterlesen »

Leben am und vom Rhein Alltagsgeschichte in St. Goar und St. Goarshausen vom Spätmittelalter bis 1693

Vortrag von: Richard Lange, Magdeburg

Der Rhein stellte in früheren Zeiten die Verbindungsachse von den Alpen bis zur Nordsee dar. Als besonderer Stromabschnitt wurde bereits damals der Mittelrhein begriffen, der aufgrund seiner naturräumlichen Gegebenheiten besondere Anforderungen u.a. an die Schifffahrt stellte und die Entwicklung der dortigen Städte maßgeblich beeinflusste. Dies prägte auch in nicht zu unterschätzender Weise das Leben der Bevölkerung. Doch wie sah der Alltag der Menschen am Mittelrhein aus? Wie lebten die „kleinen Leute“? Welchen Einfluss hatte die Lage am Rhein auf die Entwicklung der Siedlungen und auf ihre Einwohner? Weiterlesen »

200 Jahre südliche Vorstadt von Koblenz

Vortrag von Rainer Goß, Neuhäusel und Leo Schmitz, Urmitz

Welche Koblenzerin und welcher Koblenzer waren nicht schon einmal in der südlichen Vorstadt unterwegs? Sicherlich offenbarten sich ihnen dort keine historisch relevanten Baudenkmäler wie in der Altstadt.  Das Deutsche Eck, das Kurfürstliche Schloss, die Basilika St. Kastor oder das „Schängelsche“ kennt ja wohl jeder. Weiterlesen »

Weinstraße versus Weinpatenschaften Der Wettstreit der Gauleiter am Mittelrhein und in der Pfalz während des „Dritten Reiches“ auf dem Feld der Weinpropaganda

Vortrag von Dr. Christof Krieger, Traben-Trarbach

Während der NS-Diktatur waren die Gauleiter von Koblenz-Trier, Gustav Simon, und in der Pfalz, Joseph Bürckel, auf mehr als einem Feld erbitterte Rivalen. Bislang wenig bekannt ist, dass sie auch auf dem Feld der „Weinpropaganda“ einen beharrlichen Konkurrenzkampf austrugen. Weiterlesen »

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